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gut geparkt – gut beraten – gut gekauft
# ISEK-Pläne sorgen für Widerstand – Josefs Gasthaus kündigt Rückzug aus Schlangen an
*Schlangen.* Die Werbegemeinschaft Schlangen hat deutliche Bedenken gegen die aktuellen
Planungen im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) geäußert.
Nach Angaben der Gemeinschaft seien ihr am 7. September die bis dato bekannten
Planungsunterlagen bestätigt worden. Bereits am Folgetag habe den Ratsfraktionen jedoch ein
überarbeitetes Konzept vorgelegen, das erhebliche Änderungen enthalte.
Demnach sollen 40 der bislang 82 Parkplätze entfallen, außerdem ist eine
Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Aus Sicht vieler Gewerbetreibender gefährdet dies die
direkte Erreichbarkeit ihrer Geschäfte. In Gesprächen mit der Kundschaft sei deutlich geworden,
dass kurze Wege und nahe Parkmöglichkeiten eine zentrale Rolle spielen. Eine interne Befragung
habe ergeben, dass eine Mehrheit der Mitglieder das Konzept ablehnt.
Besonders deutlich werden die wirtschaftlichen Sorgen am Beispiel vom Josefs Gasthaus. Nach
Darstellung der Werbegemeinschaft würde sich die Brauerei als Betreiber des Gasthauses unter
den derzeit vorgesehenen Bedingungen aus Schlangen zurückziehen. Damit stünde nicht nur ein
einzelnes Unternehmen, sondern auch die Vielfalt des örtlichen Gewerbes zur Diskussion, so die
Gemeinschaft.
Neben dem Einzelhandel sehen die Gewerbetreibenden auch die ärztliche Versorgung potenziell
beeinträchtigt. Längere Wege und fehlende Parkmöglichkeiten könnten die Erreichbarkeit von
Praxen erschweren.
Grundsätzliche Kritik äußert die Werbegemeinschaft zudem an der Ausrichtung der Planung. Aus
ihrer Sicht wirke das Konzept eher von Leitbildern und übergeordneten Vorstellungen getrieben
als von praktischen Anforderungen vor Ort. Zugleich ist ein ISEK grundsätzlich darauf angelegt,
die Entwicklung eines Ortes langfristig zu steuern. Welche konkreten Ziele die Gemeinde mit den
Maßnahmen verfolgt und wie sie diese begründet, sollte nach Ansicht der Werbegemeinschaft
transparent diskutiert werden.
Kritik gibt es außerdem am Verfahren: Die Offenlegung des neuen Plans am 16. September sei mit
sehr kurzer Vorlaufzeit erfolgt, während die Beschlussfassung bereits zum 15. Oktober
vorgesehen sei. Der Werbegemeinschaft zufolge sei zudem der Eindruck entstanden, dass
wesentliche Änderungen am Konzept nicht mehr möglich seien.
*Alle Entscheidungen zur zukünftigen Entwicklung Schlangens müssen sich aus Sicht der
Werbegemeinschaft am Wohl der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Dabei dürften nicht nur die
unmittelbaren Auswirkungen einer Planung betrachtet werden. Wenn örtliche Gewerbebetriebe
aufgeben oder den Standort verlassen, verliere die Gemeinde nicht nur wichtige
Versorgungsangebote und Arbeitsplätze, sondern müsse auch mit geringeren Steuereinnahmen
rechnen. Die daraus entstehenden finanziellen Folgen könnten letztlich die Bürgerinnen und
Bürger zusätzlich belasten.
Auch bei öffentlich geförderten Maßnahmen müsse deshalb über die eigentliche Investition
hinausgedacht werden. Neue Installationen, Umgestaltungen und andere Maßnahmen zur
Aufwertung des Ortsbildes mögen zunächst durch Fördermittel ermöglicht werden. Entscheidend
sei jedoch, welche laufenden Folgekosten für Betrieb, Pflege, Wartung und Instandhaltung
langfristig bei der Gemeinde verbleiben. Diese dürften nach Auffassung der Werbegemeinschaft
weder zu einer zusätzlichen Belastung der Bürger noch des örtlichen Gewerbes führen.
Die Werbegemeinschaft fordert deshalb, die Bedenken der Gewerbetreibenden und ihrer
Kundschaft vor einer endgültigen Entscheidung noch einmal ernsthaft in die Beratungen
einzubeziehen und ihr ein Mitentscheidungsrecht einzuräumen.
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